Tarifvertrag metallverarbeitendes handwerk niedersachsen 2017

05 Aug Tarifvertrag metallverarbeitendes handwerk niedersachsen 2017

Als Voraussetzung für den Anspruch des Zeitarbeitnehmers auf Industriezuschläge im Rahmen eines Branchenzuschlagsabkommens (TV BZ) muss die jeweilige TV-BZ für den jeweiligen Leiharbeitnehmer gelten. Derzeit sind die TV BZs nur für Zeitarbeitskräfte in Industrieunternehmen relevant. (weiterlesen…) Die folgenden Erläuterungen basieren auf dem Beispiel des Tarifvertrags für Industriezuschläge für die Metall- und Elektroindustrie (TV BZ ME). Während der Einsatz von Leiharbeitnehmern beispielsweise durch einen Betriebsvertrag eingeschränkt werden kann, können andere Flexibilisierungsmaßnahmen bei der Vergütung eingeführt werden, wie die Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden für einen begrenzten höheren Anteil der Arbeitnehmer. Wenn Leiharbeitnehmer nicht die gleichen Löhne und Arbeitsbedingungen wie Dauerbeschäftigte genießen, kann der Betriebsrat dagegen einwenden, dass sie in Zukunft eingesetzt werden. Am 19. Mai 2012 haben der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg, Südwestmetall und die IG Metall in ihren jüngsten Verhandlungen einen Kompromiss erzielt. Die getroffene Vereinbarung dient auch als Pilotprojekt für andere Gebiete des Landes, wobei Bayern, Nordrhein-Westfalen und andere Regionen ihre Bedingungen übernehmen. In den fünf Verhandlungsrunden organisierte die IG Metall Warnstreiks mit rund 800.000 Beschäftigten. Insgesamt betreffen die neuen Vereinbarungen rund 3,3 Millionen Beschäftigte in der Branche.

Die besondere Konzeptualisierung des Fachmanns (sensu Helms` `Handwerker`) stimmt mit den Interessen der Spezialisierung, des Austauschs, der sozialen Ungleichheit und der Entwicklung komplexer Gesellschaften überein, eine Kombination von Themen, die ende der 1980er Jahre als neue Richtung in der Archäologie entstanden sind (Brumfiel & Earle, Reference Brumfiel und Earle1987). Diese wurden in den folgenden zehn Jahren zu einem grundlegenden Thema (Price & Feinman, Reference Price und Feinman1995) und wuchsen schließlich zu einer umfassenden Interpretation und einem allgemein akzeptierten Modell der Bronzezeitkomplexität (Kristiansen & Larsson, Reference Kristiansen und Larsson2005; Earle & Kristiansen, Reference Earle und Kristiansen2010). Gleichzeitig lässt diese Argumentation den Großteil der archäologischen Objekte und ihre Macher – die Gruppe der gewöhnlichen Handwerker und Amateure – effektiv unberücksichtigt. Daher beruhen die aktuellen Interpretationen der bronzezeitlichen Metallverarbeitung auf einer unverhältnismäßigen und problematischen Neigung gegenüber außergewöhnlich qualifizierten Metallarbeitern und ihren Objekten. Der Tarifvertrag gilt nur für Arbeitnehmer, die als Leiharbeitnehmer bei einem Kunden arbeiten.